Gemeinsames Lernen an der Rußheideschule

 

Mit der Ratifizierung des "Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte der Menschen mit Behinderungen" hat sich die Bundesrepublik Deutschland im Frühjahr 2009 als Vertragspartner unter anderem verpflichtet, "ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen" zu gewährleisten."


Die Rußheideschule ist mit dem Schuljahr 2011/2012 in den damaligen Gemeinsamen Unterricht eingestiegen.


Danach können Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf auch in einer Regelschule mit sonderpädagogischer Unterstützung unterrichtet werden.


Im Gemeinsamen Lernen lernen Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zusammen mit Kindern und Jugendlichen ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf. Hierzu erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule Unterstützung durch eine Lehrkraft für Sonderpädagogik. Beide erstellen gemeinsam individuelle Förderpläne für die Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf.
Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse und überprüfen regelmäßig die Lernfortschritte aller Kinder.


Die GL-Klassen an der Rußheideschule sind auf eine Klassenstärke von höchstens 25 Kindern begrenzt. Die Unterrichtsinhalte sind die gleichen, wie die der anderen Klassen. Da einige Kinder mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zieldifferent unterrichtet werden ist es nötig, im Unterricht in besonderem Maße zu differenzieren. Dies ist durch die Teamarbeit der beiden Kolleginnen in der Klasse realisierbar und kommt auch den Kindern ohne sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf zugute.


Neben der inneren Differenzierung im Unterricht, ist es durch die hohe Anzahl der doppelt besetzten Stunden  möglich, kleinere Lerngruppen auch spontan für besonders intensive Förderung räumlich zu trennen.


Alle Kinder lernen voneinander und miteinander und besonders emotionale und soziale Kompetenzen werden im Gemeinsamen Lernen in höchstem Maße gefördert.


Schon das Schullied der Rußheideschule sagt: ‚Ich bin anders als Du‘. Im Gemeinsamen Unterricht erleben Schulkinder von Anfang an, dass jedes Kind anders ist, anders lernt, andere Voraussetzungen mitbringt – und vor allem erleben sie: es ist ganz normal, verschieden zu sein. So kann sich bei Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf gar nicht erst ein Störungsbewusstsein entwickeln, wie sie es zwangsläufig erleben, wenn sie an eine ‚besondere Schule‘ – also an eine Förderschule gehen. Sie lernen zusammen mit den Kindern aus ihrem Wohnumfeld in ihrem eigenen Tempo und in ihrer besonderen Weise.


Weitergehende Informationen zur sonderpädagogischen Förderung und zum Gemeinsamen Lernen erhalten Sie im Bildungsserver NRW.